Haus kaufen: Ablauf, Kosten und wichtige Prüfungen
12 Min. Lesezeit
Ein Haus kaufen ist für die meisten Menschen die größte Investition im Leben. Kurz gesagt: Sie brauchen einen klaren Ablauf, einen ehrlichen Budgetplan und gründliche Prüfungen vor der Unterschrift. Wer ein Haus kaufen will, sollte Kaufpreis, Nebenkosten und Zustand genau kennen.

Das Wichtigste in Kürze
Sie haben wenig Zeit? Hier steht das Wichtigste. Kurz und klar.
- Klären Sie zuerst Ihre Finanzierung.
- Planen Sie 10 bis 15 Prozent Nebenkosten ein.
- Die Grunderwerbsteuer ist je Land verschieden.
- Prüfen Sie das Haus vor dem Kauf genau.
- Bei Altbauten hilft ein Bausachverständiger.
- Der Kaufvertrag wird beim Notar beurkundet.
- Verhandeln Sie den Preis sachlich.
- Halten Sie die Übergabe im Protokoll fest.
Bevor Sie ein Haus kaufen: Budget und Finanzierung
Am Anfang steht das Budget. Prüfen Sie ehrlich, was Sie monatlich zahlen können. Zum Budget gehört mehr als der Kaufpreis.
Rechnen Sie mit diesen Bausteinen:
- Eigenkapital: Möglichst 20 Prozent plus Nebenkosten.
- Kreditrate: Zins und Tilgung müssen dauerhaft passen.
- Rücklage: Für Reparaturen und unerwartete Kosten.
- Laufende Kosten: Grundsteuer, Versicherung und Energie.
Holen Sie früh eine Finanzierungszusage ein. So wissen Sie, welches Haus Sie kaufen können. Das stärkt Ihre Position in Verhandlungen. Verkäufer nehmen vorbereitete Käufer ernster.
Die richtige Immobilie finden
Die Suche braucht Geduld. Legen Sie zuerst klare Kriterien fest. So verlieren Sie sich nicht in Angeboten.
- Lage: Wie wichtig sind Arbeitsweg, Schulen und Einkauf?
- Größe: Wie viele Zimmer und wie viel Grundstück?
- Zustand: Neubau, gepflegt oder Sanierungsobjekt?
- Budget: Welcher Preis passt inklusive Nebenkosten?
Besichtigen Sie jedes Objekt mehrfach. Gehen Sie einmal am Tag und einmal am Abend hin. Achten Sie auf Lärm, Licht und Nachbarn. Machen Sie Fotos und Notizen. So bleibt der Überblick, wenn Sie mehrere Häuser vergleichen.

Kostenübersicht: Was kostet der Hauskauf wirklich?
Neben dem Kaufpreis fallen Nebenkosten an. Sie liegen oft bei 10 bis 15 Prozent. Die Tabelle zeigt die Bausteine.
| Kostenart | Höhe (typisch) | Hinweis |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 – 6,5 % | je nach Bundesland |
| Notar | ca. 1,5 % | Pflicht beim Kauf |
| Grundbucheintrag | ca. 0,5 % | amtliche Gebühr |
| Maklerprovision | 0 – 3,57 % | oft geteilt |
| Gutachten / Prüfung | 150 – 1.500 € | empfohlen |
Planen Sie diese Summen fest ein. Wer ein Haus kaufen will, darf die Nebenkosten nicht unterschätzen. Sie sind selten mitfinanzierbar. Dafür brauchen Sie Eigenkapital.
Schritt für Schritt: So läuft der Hauskauf ab
Ein Hauskauf folgt einem festen Ablauf. Diese Schritte sollten Sie kennen.
- Schritt 1: Budget klären und Finanzierung vorbereiten.
- Schritt 2: Passende Objekte suchen und besichtigen.
- Schritt 3: Zustand und Unterlagen gründlich prüfen.
- Schritt 4: Kaufpreis verhandeln.
- Schritt 5: Kreditvertrag mit der Bank abschließen.
- Schritt 6: Kaufvertrag beim Notar prüfen und unterschreiben.
- Schritt 7: Kaufpreis zahlen und Eigentum eintragen lassen.
- Schritt 8: Übergabe mit Protokoll und Zählerständen.
Halten Sie sich an diese Reihenfolge. So vermeiden Sie Druck und teure Schnellschüsse. Ein Haus kaufen gelingt am besten in Ruhe.
Wichtige Prüfungen vor dem Kauf
Vor der Unterschrift ist Prüfen Pflicht. Diese Punkte sind entscheidend.
- Grundbuch: Wer ist Eigentümer? Gibt es Rechte oder Lasten?
- Bausubstanz: Dach, Keller, Heizung und Leitungen prüfen.
- Energieausweis: Verbrauch und Sanierungsbedarf einschätzen.
- Feuchtigkeit und Schimmel: Wände und Keller kontrollieren.
- Kaufvertrag: Alle Klauseln und Fristen verstehen.
- Teilungserklärung: Bei Wohnungen genau lesen.
Ziehen Sie im Zweifel einen Sachverständigen hinzu. Eine Ankaufprüfung deckt versteckte Mängel auf. Sie kostet wenig im Vergleich zum Kaufpreis. So schützt sie vor teuren Überraschungen.
Häufiger Fehler
Unterschätzter Fehler: die Besichtigung ohne Fachmann. Feuchtigkeit, veraltete Elektrik, ein sanierungsbedürftiges Dach oder eine alte Heizung kosten schnell fünfstellig. Ziehen Sie bei älteren Objekten einen Bausachverständigen hinzu (ca. 400–800 €).
Kaufpreis richtig verhandeln
Der genannte Preis ist selten der Endpreis. Mit guten Argumenten sparen Sie oft mehrere Tausend Euro.
Nutzen Sie diese Ansätze:
- Mängel benennen: Reparaturkosten begründen einen Abschlag.
- Markt kennen: Vergleichspreise stärken Ihre Position.
- Ruhe bewahren: Wer nicht drängt, verhandelt besser.
- Finanzierung zeigen: Sicherheit macht Sie zum Wunschkäufer.
Bleiben Sie fair und sachlich. Ein realistischer Preis ist die Basis. Wer ein Haus kaufen will, sollte den Wert kennen. Dabei hilft eine vorherige Immobilienbewertung.
Der Notartermin: Das passiert dort
Der Kaufvertrag muss vom Notar beurkundet werden. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Der Notar ist neutral.
Er liest den Vertrag vor. Er erklärt die wichtigsten Punkte. Beide Seiten können Fragen stellen. Danach unterschreiben Käufer und Verkäufer.
Der Notar veranlasst die Eintragung im Grundbuch. Er sorgt für einen sicheren Ablauf der Zahlung. Sie zahlen erst, wenn alle Bedingungen erfüllt sind. So ist Ihr Geld geschützt, wenn Sie ein Haus kaufen.
Häufige Fehler beim Haus kaufen
Beim Hauskauf passieren immer wieder dieselben Fehler. Die häufigsten sind:
- Nebenkosten vergessen: Das Budget reicht dann nicht.
- Emotional entscheiden: Der Verstand bleibt außen vor.
- Ohne Prüfung kaufen: Mängel kommen später teuer.
- Zu knapp finanzieren: Keine Rücklage für Notfälle.
- Vertrag nicht verstehen: Fristen und Klauseln werden übersehen.
- Lage unterschätzen: Sie lässt sich nicht ändern.
Wer diese Fehler kennt, kauft sicherer. Nehmen Sie sich Zeit, bevor Sie ein Haus kaufen. Eile ist beim Immobilienkauf ein schlechter Ratgeber.

Neubau, Bestand oder Sanierungsobjekt?
Nicht jedes Haus passt zu jedem Käufer. Drei Typen stehen zur Wahl. Jeder hat Vor- und Nachteile.
- Neubau: Modern und energieeffizient, aber teurer und mit Wartezeit.
- Bestandshaus: Sofort bewohnbar, oft günstiger, mit Modernisierungsbedarf.
- Sanierungsobjekt: Günstiger Kaufpreis, aber hohe Folgekosten und Aufwand.
Ein Sanierungsobjekt lohnt sich nur mit klarem Plan. Rechnen Sie die Sanierungskosten realistisch. Sonst wird das günstige Haus am Ende teuer. Wer ein Haus kaufen möchte, sollte diesen Typ genau prüfen.
Laufende Kosten eines Hauses
Der Kaufpreis ist nur der Anfang. Ein Haus verursacht dauerhaft Kosten. Planen Sie diese fest ein.
- Grundsteuer: Jährliche Abgabe an die Gemeinde.
- Versicherungen: Wohngebäude und Haftpflicht.
- Energie: Heizung, Strom und Warmwasser.
- Instandhaltung: Rücklage für Reparaturen.
- Müll, Wasser und Abwasser: Laufende Gebühren.
Als Faustregel gilt: Legen Sie pro Jahr etwa ein Prozent des Hauswerts für Instandhaltung zurück. So sind Sie auf Reparaturen vorbereitet. Wer diese Kosten kennt, kann sicher ein Haus kaufen und halten.
Nach dem Kauf: Diese Aufgaben warten
Mit der Übergabe beginnt ein neuer Abschnitt. Einige Aufgaben sollten Sie schnell erledigen.
- Ummelden: Neuer Wohnsitz beim Amt.
- Versorger: Strom, Gas und Wasser anmelden.
- Versicherung: Wohngebäudeversicherung übernehmen oder neu abschließen.
- Zählerstände: Alle Werte dokumentieren.
- Renovierung: Kleine Arbeiten vor dem Einzug planen.
Viele Arbeiten lassen sich vor dem Einzug erledigen. Streichen und Böden gelingen im leeren Haus leichter. Über ImmoFix finden Sie passende Handwerker dafür. So starten Sie gut vorbereitet, wenn Sie ein Haus kaufen.
Checkliste für den Hauskauf
Diese Checkliste begleitet Sie bis zur Übergabe.
- Finanzierung ist geklärt und schriftlich zugesagt.
- Nebenkosten sind eingeplant.
- Objekt wurde mehrfach besichtigt.
- Grundbuch und Unterlagen sind geprüft.
- Zustand von Dach, Keller und Heizung ist bewertet.
- Energieausweis liegt vor.
- Kaufvertrag wurde vor dem Termin gelesen.
- Übergabeprotokoll ist vorbereitet.
Mit dieser Liste behalten Sie den Überblick. Für eine erste Kostenschätzung hilft der Immobilienrechner von ImmoFix.
Lage prüfen: die wichtigsten Kriterien
Die Lage ist der einzige Faktor, den Sie nach dem Kauf nicht mehr ändern können. Prüfen Sie deshalb gründlich: Wie ist die Anbindung an Arbeit, Schule und Einkauf? Gibt es Lärmquellen, geplante Bauprojekte oder Gewerbe in der Nähe?
Ein Blick in den Flächennutzungsplan der Gemeinde zeigt, was rund um das Grundstück entstehen darf. Besichtigen Sie die Umgebung zu verschiedenen Tageszeiten. Eine ruhige Straße am Sonntagmorgen kann werktags ganz anders wirken. Wer die Lage ernst nimmt, schützt den Wiederverkaufswert.
Der Ablauf beim Notar Schritt für Schritt
Der Notar ist in Deutschland Pflicht und neutral. Zuerst erhalten Sie den Kaufvertragsentwurf – nehmen Sie sich die gesetzliche Frist zum Prüfen. Beim Beurkundungstermin liest der Notar den Vertrag vor und erklärt offene Fragen.
Nach der Unterschrift veranlasst der Notar die Auflassungsvormerkung im Grundbuch, die Sie absichert. Erst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, fordert er zur Zahlung auf. Nach Zahlungseingang und Grunderwerbsteuer folgt die Eigentumsumschreibung. Zahlen Sie niemals vor der Vormerkung.

Reserven für die Zeit nach dem Kauf
Viele Käufer planen bis zum letzten Euro. Das ist riskant. Nach dem Einzug fallen oft Kosten an: Renovierung, neue Küche, Umzug oder unerwartete Reparaturen. Auch die laufenden Nebenkosten (Grundsteuer, Versicherung, Instandhaltung) sind höher als bei einer Mietwohnung.
Planen Sie eine Instandhaltungsrücklage ein – als Orientierung rund 1 Euro pro Quadratmeter und Monat. So bleiben Sie handlungsfähig, wenn die Heizung ausfällt oder das Dach eine Reparatur braucht.
Kaufnebenkosten je Bundesland im Vergleich
Die Grunderwerbsteuer ist je Land verschieden. Sie reicht von 3,5 bis 6,5 Prozent. Das macht bei 400.000 Euro einen großen Unterschied. Die Tabelle zeigt Beispiele.
| Bundesland | Grunderwerbsteuer | Steuer bei 400.000 € |
|---|---|---|
| Bayern | 3,5 % | 14.000 € |
| Sachsen | 5,5 % | 22.000 € |
| Baden-Württemberg | 5,0 % | 20.000 € |
| NRW | 6,5 % | 26.000 € |
| Brandenburg | 6,5 % | 26.000 € |
Dazu kommen Notar und Grundbuch. Das sind rund zwei Prozent. Oft kommt noch der Makler dazu. Rechnen Sie alle Kosten früh durch. Der Immobilienrechner hilft dabei. Planen Sie die Nebenkosten aus Eigenkapital ein.
Objektarten im Vergleich: Neubau, Bestand oder Sanierungsobjekt
Jede Objektart hat Vor- und Nachteile. Der Preis ist nur ein Teil. Auch Aufwand und Risiko zählen. Die Tabelle fasst es zusammen.
| Objektart | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Neubau | wenig Aufwand, gute Energie | hoher Preis, Wartezeit |
| Bestand | bezugsfertig, gewachsene Lage | mögliche Altlasten |
| Sanierungsobjekt | günstiger Kaufpreis | hohe Folgekosten |
Ein Sanierungsobjekt braucht Puffer. Prüfen Sie Dach, Heizung und Elektrik. Planen Sie eine energetische Sanierung gleich mit. Denken Sie auch an eine neue Wärmepumpe. Vor dem Kauf hilft eine Immobilienbewertung.
Der Weg zum Eigenheim: Zeitplan in Wochen
Ein Hauskauf braucht Zeit. Von der Suche bis zum Einzug vergehen Monate. Ein Plan gibt Sicherheit. Die Übersicht zeigt typische Schritte.
| Phase | Dauer | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Finanzierung klären | 1–2 Wochen | Budget und Zusage der Bank |
| Suche und Besichtigung | 4–12 Wochen | Objekte prüfen und vergleichen |
| Prüfung und Notar | 2–4 Wochen | Vertrag und Beurkundung |
| Übergabe und Einzug | 4–8 Wochen | Schlüssel und Umzug |
Planen Sie danach den Umzug rechtzeitig. Klären Sie nötige Arbeiten vorab. Vergleichen Sie Handwerker-Leistungen und Festpreise schon vor der Übergabe.
Wichtige Begriffe kurz erklärt
Diese Begriffe helfen beim Verstehen. Hier stehen sie kurz erklärt.
- Eigenkapital: Ihr eigenes Geld. Es senkt den Kredit und die Zinsen.
- Grunderwerbsteuer: Steuer auf den Kauf. Sie zahlt der Käufer.
- Notaranderkonto: Ein sicheres Konto beim Notar. Es sichert die Zahlung.
- Auflassungsvormerkung: Ein Eintrag im Grundbuch. Er sichert Ihren Anspruch.
- Grundschuld: Ein Recht der Bank. Es dient als Sicherheit.
- Energieausweis: Ein Nachweis zum Verbrauch. Er ist beim Verkauf Pflicht.
- Erschließung: Der Anschluss an Wasser und Strom. Er kann Geld kosten.
- Wohnfläche: Die nutzbare Fläche. Sie ist wichtig für den Preis.
Praxisbeispiele aus dem Alltag
Drei typische Fälle zeigen, wie unterschiedlich die Praxis aussieht:
Ersterwerber-Paar, Speckgürtel Stuttgart
Das Paar kalkulierte nur den Kaufpreis. Erst im Beratungsgespräch wurde klar, dass 12 % Nebenkosten fehlten. Mit angepasstem Budget und Fördermitteln der KfW klappte der Kauf dennoch.
Bestandshaus mit verstecktem Mangel
Ein günstiges Angebot entpuppte sich beim Sachverständigen-Termin als Sanierungsfall: feuchter Keller, Asbest im Dach. Der Käufer trat zurück – die 600 € Gutachterkosten sparten einen fünfstelligen Fehlkauf.
Kauf zur Kapitalanlage, Leipzig
Eine vermietete Wohnung wurde über den Ertragswert bewertet. Dank laufender Mieteinnahmen und steuerlicher Abschreibung trug sich die Finanzierung weitgehend selbst.

Checkliste zum Abhaken
Checkliste
- Finanzierung geklärt, Eigenkapital für Nebenkosten vorhanden
- Lage, Anbindung und Entwicklung geprüft
- Energieausweis liegt vor
- Grundbuch auf Lasten (Wegerechte, Grundschulden) geprüft
- Baujahr, Zustand von Dach, Heizung, Elektrik, Fenster bewertet
- Bei Zweifeln: Bausachverständiger hinzugezogen
- Teilungserklärung / Protokolle (bei Wohnung) gelesen
- Kaufvertragsentwurf mind. 14 Tage vor Notartermin geprüft
- Übergabetermin und Zustand schriftlich festgehalten
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Wie viel Eigenkapital brauche ich, um ein Haus zu kaufen?
Empfohlen sind mindestens die Kaufnebenkosten plus rund 20 Prozent des Kaufpreises. Mehr Eigenkapital senkt die Rate und verbessert die Zinsen.
Welche Nebenkosten fallen beim Hauskauf an?
Typisch sind Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbucheintrag und oft eine Maklerprovision. Zusammen ergeben sie meist 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises.
Wie lange dauert ein Hauskauf?
Von der Suche bis zur Übergabe vergehen oft drei bis sechs Monate. Vom Kaufvertrag bis zur Grundbucheintragung sind es meist vier bis acht Wochen.
Welche Prüfungen sind vor dem Kauf wichtig?
Prüfen Sie Grundbuch, Bausubstanz, Energieausweis und Kaufvertrag. Bei Unsicherheit lohnt eine Ankaufprüfung durch einen Sachverständigen.
Brauche ich einen Gutachter, wenn ich ein Haus kaufe?
Pflicht ist er nicht. Er lohnt sich aber bei älteren Häusern und hohen Preisen, weil er versteckte Mängel aufdeckt.
Kann ich die Nebenkosten mitfinanzieren?
Meist verlangen Banken, dass Sie die Nebenkosten aus Eigenkapital zahlen. Eine Vollfinanzierung inklusive Nebenkosten ist teuer und selten.
Was steht im Kaufvertrag?
Der Vertrag regelt Kaufpreis, Zahlung, Übergabe, Rechte und Lasten. Der Notar liest ihn vor, prüfen sollten Sie ihn trotzdem vorab.
Wann bin ich rechtlich Eigentümer?
Eigentümer werden Sie erst mit der Eintragung ins Grundbuch. Die Unterschrift beim Notar ist der erste Schritt, nicht der Abschluss.
Wie hoch sollten die Kaufnebenkosten eingeplant werden?
Rechnen Sie mit rund 10 bis 15 Prozent. Das deckt Steuer, Notar und Makler. Die Nebenkosten zahlen Sie meist aus Eigenkapital.
Brauche ich einen Gutachter beim Hauskauf?
Bei älteren Häusern lohnt sich das. Ein Bausachverständiger kostet 400 bis 800 Euro. Er findet versteckte Mängel früh. Das spart oft viel Geld.
Kann ich den Kaufpreis verhandeln?
Ja, das ist üblich. Nutzen Sie Mängel als Argument. Auch eine lange Standzeit hilft. Bleiben Sie sachlich und freundlich.
Was passiert beim Notartermin?
Der Notar liest den Vertrag vor. Beide Seiten stellen Fragen. Danach unterschreiben alle. Der Notar veranlasst die Eintragung ins Grundbuch.
Wie lange dauert es bis zur Schlüsselübergabe?
Meist vergehen vier bis acht Wochen. Erst muss der Kaufpreis fließen. Dann erfolgt die Übergabe. Machen Sie dabei ein Protokoll.
Was ist eine Auflassungsvormerkung?
Sie sichert Ihren Anspruch im Grundbuch. So kann der Verkäufer nicht doppelt verkaufen. Der Notar trägt sie früh ein.
Sollte ich vor dem Einzug renovieren?
Oft ja. Leere Räume lassen sich leichter renovieren. Böden und Wände sind gut erreichbar. Planen Sie die Arbeiten vor dem Umzug.
Welche laufenden Kosten hat ein Haus?
Dazu zählen Grundsteuer und Versicherung. Auch Energie und Rücklagen gehören dazu. Planen Sie ein bis zwei Euro pro Quadratmeter im Monat für Instandhaltung.
Was ist ein Notaranderkonto?
Das ist ein Treuhandkonto beim Notar. Der Käufer zahlt dorthin. Der Notar leitet das Geld sicher weiter.
Kann ich ohne Eigenkapital kaufen?
Das ist schwer und teuer. Ohne Eigenkapital steigen die Zinsen. Für die Nebenkosten sollten Sie eigenes Geld haben.
Downloads
Qualität & Transparenz
- Erstellt am
- 1. Juli 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 1. Juli 2026
- Fachlich geprüft am
- 1. Juli 2026
- Nächste fachliche Prüfung
- 1. Juli 2027
Fachlich geprüft von: ImmoFix Fachredaktion Immobilien (in Zusammenarbeit mit Baufinanzierungs- und Bausachverständigen)
Normen & Förderprogramme
- BGB §§ 433 ff. (Kaufvertrag)
- BeurkG (notarielle Beurkundung)
- GEG (Energieausweis-Pflicht)
- Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG)
Quellen
Rechtliche Hinweise: Ein Immobilienkaufvertrag wird in Deutschland zwingend notariell beurkundet (§ 311b BGB). Mündliche Zusagen sind unwirksam. Prüfen Sie den Entwurf vor dem Notartermin – Sie haben Anspruch auf mindestens 14 Tage Vorlauf (bei Verbrauchern).
Regionale Unterschiede möglich: Preise, Fristen und Förderungen können je nach Bundesland, Kommune und Anbieter abweichen. Die genannten Werte sind Orientierungswerte.
Transparenzhinweis: Dieser Ratgeber wurde redaktionell nach bestem Wissen erstellt und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Fachberatung. ImmoFix vermittelt geprüfte Dienstleister und transparente Festpreise.
