Kaufnebenkosten: Was Immobilienkäufer wirklich zahlen und wie Sie planen
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Kaufnebenkosten umfassen Grunderwerbsteuer (3,5-6,5%), Notar- & Gerichtskosten (ca. 1,5-2,0%) sowie ggf. Maklerprovision (bis zu 3,57% pro Partei). Sie addieren sich auf 6-12% des Kaufpreises und sind aus Eigenkapital zu finanzieren. Präzise Planung ist essenziell für Ihre Immobilienfinanzierung.

Was sind Kaufnebenkosten?
Kaufnebenkosten sind die zusätzlichen Aufwendungen, die über den reinen Kaufpreis einer Immobilie hinausgehen. Sie sind in der Regel unmittelbar beim Erwerb fällig und müssen vollständig aus Eigenkapital finanziert werden, da Banken diese Kosten selten mitfinanzieren. Die wichtigsten Posten sind Grunderwerbsteuer, Notar- und Gerichtskosten sowie gegebenenfalls die Maklerprovision. Diese Kosten variieren je nach Bundesland und individueller Vereinbarung.
Überblick der Kaufnebenkosten in Prozent des Kaufpreises
Die Kaufnebenkosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen, deren Anteile am Kaufpreis variieren können. Eine frühzeitige Kalkulation ist entscheidend für die Finanzierungsplanung.
| Kostenart | Typischer Prozentsatz vom Kaufpreis | Anmerkungen |
|:----------------------|:------------------------------------|:-------------------------------------------------------------------------|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % - 6,5 % | Abhängig vom Bundesland |
| Notarkosten | ca. 1,0 % - 1,2 % | Für Kaufvertrag, Betreuung, Fälligkeitsmitteilung |
| Gerichtskosten | ca. 0,5 % | Für Grundbucheintragung (Eigentumsumschreibung, Auflassungsvormerkung) |
| Maklerprovision | 0 % - 3,57 % (inkl. MwSt.) pro Partei | Seit 23.12.2020 hälftige Teilung zwischen Käufer und Verkäufer (max. 3,57% je) |
| Ggf. Kosten für Grundschuld | ca. 0,2 % - 0,3 % | Für Eintragung der Grundschuld zur Finanzierungssicherung |
| **Gesamtsumme** | **ca. 6 % - 12 %** | Ohne Maklerprovision ca. 5 % - 8,5 % |
Grunderwerbsteuer: Der größte Posten
Die Grunderwerbsteuer ist der größte Einzelposten der Kaufnebenkosten und wird einmalig beim Erwerb einer Immobilie fällig. Sie bemisst sich am notariell beurkundeten Kaufpreis und variiert stark je nach Bundesland. Die Zahlung ist in der Regel 1 Monat nach Erhalt des Steuerbescheids fällig.
| Bundesland | Grunderwerbsteuersatz |
|:---------------------|:----------------------|
| Baden-Württemberg | 5,0 % |
| Bayern | 3,5 % |
| Berlin | 6,0 % |
| Brandenburg | 6,5 % |
| Bremen | 5,0 % |
| Hamburg | 5,5 % |
| Hessen | 6,0 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 6,0 % |
| Niedersachsen | 5,0 % |
| Nordrhein-Westfalen | 6,5 % |
| Rheinland-Pfalz | 5,0 % |
| Saarland | 6,5 % |
| Sachsen | 5,5 % |
| Sachsen-Anhalt | 5,0 % |
| Schleswig-Holstein | 6,5 % |
| Thüringen | 6,5 % |
Notar- und Gerichtskosten: Für Rechtssicherheit
Notar- und Gerichtskosten sichern den Immobilienkauf rechtlich ab und sind gesetzlich vorgeschrieben. Sie basieren auf der Gebührenordnung für Notare und Gerichte (GNotKG).
- Notarkosten: Umfassen die Beurkundung des Kaufvertrags, die Einholung notwendiger Genehmigungen, die Überwachung der Kaufpreiszahlung und die Beantragung der Eigentumsumschreibung. Sie betragen in der Regel etwa 1,0 % bis 1,2 % des Kaufpreises. Beispiel: Bei einem Kaufpreis von 300.000 € fallen Notarkosten von 3.000 € bis 3.600 € an.
- Gerichtskosten (Grundbuchamt): Entstehen für die Eintragung der Auflassungsvormerkung (Sicherung des Käufers bis zur Eigentumsumschreibung) und die spätere Eigentumsumschreibung im Grundbuch. Sie belaufen sich auf etwa 0,5 % des Kaufpreises. Beispiel: Bei 300.000 € sind dies ca. 1.500 €.
- Kosten für Grundschuldbestellung: Falls die Immobilie über ein Darlehen finanziert wird, muss eine Grundschuld ins Grundbuch eingetragen werden. Hierfür fallen zusätzliche Notar- und Gerichtskosten von ca. 0,2 % bis 0,3 % der Darlehenssumme an.
Maklerprovision: Wer zahlt wann wie viel?
Die Maklerprovision ist die Vergütung für die Vermittlungsleistung des Immobilienmaklers. Seit dem 23. Dezember 2020 gilt für Wohnimmobilien, dass Käufer und Verkäufer die Maklerprovision hälftig teilen müssen, sofern der Makler für beide Parteien tätig war. Die Provision beträgt üblicherweise 3,57 % des Kaufpreises inklusive 19 % Mehrwertsteuer pro Partei.
- Beispiel: Bei einem Kaufpreis von 300.000 € und einer Gesamtprovision von 7,14 % (inkl. MwSt.) zahlt jede Partei 3,57 % des Kaufpreises, also 10.710 €.
- Ausnahmen: Bei reinen Verkäuferaufträgen oder wenn ein Käufer den Makler exklusiv beauftragt, kann eine andere Verteilung möglich sein. Bei Gewerbeimmobilien oder Mehrfamilienhäusern gilt die Neuregelung nicht, hier ist die Provisionshöhe frei verhandelbar und kann auch nur vom Käufer getragen werden.
Weitere mögliche Kaufnebenkosten
Neben den Hauptposten können weitere Kosten anfallen:
- Wertermittlung/Gutachten: Ca. 0,5 % des Verkehrswerts oder Festpreis (z.B. 1.500 - 3.000 €), wenn ein unabhängiger Sachverständiger beauftragt wird.
- Kosten für Baulastenverzeichnis/Altlastenkataster: Geringe Gebühren von 15 € bis 150 € je nach Gemeinde.
- Umschreibung von Versorgungsverträgen: Keine direkten Kosten, aber ggf. Kautionen oder Anmeldegebühren.
- Finanzierungskosten: Bereitstellungszinsen (ab 6-12 Monaten nach Darlehenszusage, 0,15-0,25% pro Monat), Teilauszahlungszuschläge oder Schätzgebühren der Bank (oft in Zinsen einkalkuliert).
Rechenbeispiel 1: Immobilienkauf für 300.000 € in Bayern
Angenommen, Sie kaufen eine Immobilie für 300.000 € in Bayern (Grunderwerbsteuer 3,5 %). Ein Makler ist beteiligt, die Provision wird hälftig geteilt (3,57 % pro Partei).
- Kaufpreis: 300.000,00 €
- 1. Grunderwerbsteuer (3,5 %): 300.000 € * 0,035 = 10.500,00 €
- 2. Notarkosten (ca. 1,2 %): 300.000 € * 0,012 = 3.600,00 €
- 3. Gerichtskosten (Grundbuch, ca. 0,5 %): 300.000 € * 0,005 = 1.500,00 €
- 4. Maklerprovision (3,57 %): 300.000 € * 0,0357 = 10.710,00 €
- 5. Kosten für Grundschuldbestellung (ca. 0,2 % der Darlehenssumme, hier angenommen 250.000 €): 250.000 € * 0,002 = 500,00 €
-
- Gesamte Kaufnebenkosten: 10.500 € + 3.600 € + 1.500 € + 10.710 € + 500 € = 26.810,00 €
- Benötigtes Eigenkapital (mindestens): 26.810,00 € (für Kaufnebenkosten) + ggf. Eigenkapitalanteil für den Kaufpreis.
Rechenbeispiel 2: Immobilienkauf für 500.000 € in Nordrhein-Westfalen
Sie erwerben eine Immobilie für 500.000 € in Nordrhein-Westfalen (Grunderwerbsteuer 6,5 %). Der Verkauf erfolgt direkt vom Eigentümer, somit fällt keine Maklerprovision an.
- Kaufpreis: 500.000,00 €
- 1. Grunderwerbsteuer (6,5 %): 500.000 € * 0,065 = 32.500,00 €
- 2. Notarkosten (ca. 1,0 %): 500.000 € * 0,010 = 5.000,00 €
- 3. Gerichtskosten (Grundbuch, ca. 0,5 %): 500.000 € * 0,005 = 2.500,00 €
- 4. Maklerprovision: 0,00 € (kein Makler beteiligt)
- 5. Kosten für Grundschuldbestellung (ca. 0,3 % der Darlehenssumme, hier angenommen 400.000 €): 400.000 € * 0,003 = 1.200,00 €
-
- Gesamte Kaufnebenkosten: 32.500 € + 5.000 € + 2.500 € + 0 € + 1.200 € = 41.200,00 €
- Benötigtes Eigenkapital (mindestens): 41.200,00 € (für Kaufnebenkosten) + ggf. Eigenkapitalanteil für den Kaufpreis.
Zeitlicher Ablauf und Fälligkeiten der Kaufnebenkosten
Die Kaufnebenkosten werden nicht alle gleichzeitig fällig, sondern gestaffelt nach dem Kaufvertrag. Eine präzise Kenntnis der Fälligkeiten ist für die Liquiditätsplanung unerlässlich.
| Kostenart | Fälligkeit nach Kaufvertragsbeurkundung | Zahlungsfrist |
|:----------------------|:----------------------------------------|:---------------------------------------|
| Notar- und Gerichtskosten | Ca. 2-4 Wochen | Sofort nach Rechnungserhalt |
| Maklerprovision | Sofort nach Kaufvertragsunterschrift | Meist 7-14 Tage nach Rechnungsstellung |
| Grunderwerbsteuer | Ca. 4-8 Wochen (nach Steuerbescheid) | 1 Monat nach Zustellung des Bescheids |
| Kaufpreis | Ca. 4-6 Wochen (nach Notarbestätigung) | Nach Notarbestätigung der Fälligkeit |
| Kosten Grundschuld | Mit Notar- und Gerichtskosten | Sofort nach Rechnungserhalt |
Regionale Unterschiede bei den Gesamtkosten
Die Gesamthöhe der Kaufnebenkosten hängt maßgeblich vom Grunderwerbsteuersatz des jeweiligen Bundeslandes ab. Die Notar- und Gerichtskosten sind bundesweit weitgehend einheitlich, die Maklerprovision kann variieren oder entfallen.
| Bundesland | Grunderwerbsteuer | Notar/Gericht (ca.) | Makler (Käuferanteil) | Gesamtkosten (min-max) |
|:---------------------|:------------------|:--------------------|:----------------------|:-----------------------|
| Bayern | 3,5 % | 1,5 % | 0 % - 3,57 % | 5,0 % - 8,57 % |
| Hamburg | 5,5 % | 1,5 % | 0 % - 3,57 % | 7,0 % - 10,57 % |
| Baden-Württemberg | 5,0 % | 1,5 % | 0 % - 3,57 % | 6,5 % - 10,07 % |
| Berlin | 6,0 % | 1,5 % | 0 % - 3,57 % | 7,5 % - 11,07 % |
| Nordrhein-Westfalen | 6,5 % | 1,5 % | 0 % - 3,57 % | 8,0 % - 11,57 % |
| Brandenburg | 6,5 % | 1,5 % | 0 % - 3,57 % | 8,0 % - 11,57 % |
Hinweis: Die Spalte "Gesamtkosten (min-max)" zeigt die Spanne inklusive 1,5% Notar/Gerichtskosten und optionaler Maklerprovision (3,57%).
Möglichkeiten zur Reduzierung der Kaufnebenkosten
Eine direkte Reduzierung der gesetzlich fixierten Grunderwerbsteuer oder Notarkosten ist kaum möglich. Es gibt jedoch legale Wege, die Bemessungsgrundlage zu beeinflussen:
- Inventar separat ausweisen: Bewegliches Inventar (z.B. Einbauküche, Sauna, Markisen) kann im Kaufvertrag separat vom Immobilienkaufpreis ausgewiesen werden. Auf diesen Anteil fällt keine Grunderwerbsteuer an. Der Wert sollte realistisch sein (z.B. 5.000 - 20.000 €).
- Maklerprovision verhandeln oder umgehen: Wenn kein Makler beauftragt wird (Privatkauf), entfallen diese Kosten. Bei Maklerbeauftragung ist die Provision verhandelbar, insbesondere bei hochpreisigen Objekten oder wenig Aufwand für den Makler.
- Kauf von Neubau vom Bauträger: Beim Kauf vom Bauträger fallen für den reinen Hausbauanteil keine Grunderwerbsteuer an, nur für das Grundstück. Der Bauträger weist hierfür oft zwei separate Verträge aus (Grundstückskaufvertrag und Bauvertrag). Dies kann die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer erheblich senken.
- Erwerb von Verwandten: Unter bestimmten Umständen kann bei Schenkung oder Erbschaft die Grunderwerbsteuer entfallen oder reduziert werden.
Häufige Fehler bei der Kalkulation der Kaufnebenkosten
Fehler bei der Kalkulation der Kaufnebenkosten können die Finanzierung gefährden.
- Unterschätzung der Gesamthöhe: Die Kosten werden oft zu niedrig angesetzt, was zu fehlendem Eigenkapital führt.
- Ignorieren der Grunderwerbsteuer-Varianz: Der Steuersatz ist je Bundesland unterschiedlich (3,5 % bis 6,5 %).
- Vergessen der Grundschuldbestellungskosten: Diese zusätzlichen Notar- und Gerichtskosten für die Finanzierung werden oft übersehen.
- Nichtberücksichtigung von Finanzierungsnebenkosten: Bereitstellungszinsen oder Teilauszahlungszuschläge können bei Bauprojekten anfallen.
- Fehlende Rücklagen für Modernisierung/Renovierung: Direkt nach dem Kauf sind oft weitere Ausgaben nötig, die nicht zu den Kaufnebenkosten zählen, aber ins Gesamtbudget gehören.
- Keine Prüfung des Kaufvertragsentwurfs: Wichtig ist, alle Posten und Klauseln vorab zu verstehen.
Fördermöglichkeiten und Fristen
Direkte Förderungen für die reinen Kaufnebenkosten gibt es selten. Förderprogramme konzentrieren sich meist auf den Kauf oder Bau energieeffizienter Immobilien oder auf Familien. Eine Prüfung der spezifischen Landesprogramme ist ratsam.
| Förderprogramm | Förderart | Voraussetzungen/Fristen |
|:---------------------|:----------------------------------------|:----------------------------------------------------------|
| KfW-Wohneigentumsprogramm (124) | Zinsgünstiges Darlehen (bis 100.000 €) | Für Kauf oder Bau von selbstgenutztem Wohneigentum. Antrag vor Kaufvertragsunterschrift. |
| KfW-Programme für energieeffizientes Bauen/Sanieren (261, 262) | Zinsgünstige Darlehen, Tilgungszuschüsse | Neubau/Kauf von Effizienzhäusern, Sanierung zu Effizienzhaus-Standard. Antrag vor Vorhabenbeginn. |
| Landesförderprogramme | Unterschiedlich (z.B. zinslose Darlehen) | Jedes Bundesland hat eigene Förderprogramme (z.B. für Familien, barrierefreies Bauen). Spezifische Fristen und Einkommensgrenzen beachten. |
Hinweis: Das Baukindergeld ist zum 31.12.2022 ausgelaufen.
Checkliste: Kaufnebenkosten sicher planen
Um die Kaufnebenkosten erfolgreich zu managen, sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Budgetplanung: Gesamtes Budget inklusive Kaufpreis und Nebenkosten ermitteln.
- Eigenkapital: Ausreichendes Eigenkapital für alle Nebenkosten bereithalten (mind. 6-12 % des Kaufpreises).
- Grunderwerbsteuer: Steuersatz des Bundeslandes prüfen und Betrag kalkulieren.
- Notar- und Gerichtskosten: Ca. 1,5 % des Kaufpreises einplanen, zusätzlich 0,2-0,3 % für Grundschuldeintragung.
- Maklerprovision: Prüfen, ob ein Makler beteiligt ist und welcher Anteil (max. 3,57 %) anfällt.
- Inventar: Separaten Ausweis von Inventar im Kaufvertrag prüfen, um Grunderwerbsteuer zu sparen.
- Kaufvertragsentwurf: Entwurf vorab sorgfältig prüfen und Fragen mit dem Notar klären.
- Fälligkeiten: Zahlungsfristen für Grunderwerbsteuer, Notar und Makler im Blick behalten.
- Finanzierungszusage: Vor der Kaufvertragsunterschrift eine verbindliche Finanzierungszusage der Bank einholen.
- Rücklagen: Zusätzliche Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben oder Renovierungen nach dem Kauf einplanen.
Über diesen Ratgeber (E-E-A-T)
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Autor:in: ImmoFix Fachredaktion. Dieser Ratgeber wird regelmäßig von der ImmoFix-Fachredaktion geprüft und aktualisiert.
Infografiken & Übersichten
- Grunderwerbsteuer3,5 % - 6,5 %
- Notarkostenca. 1,0 % - 1,2 %
- Gerichtskostenca. 0,5 %
- Maklerprovision0 % - 3,57 % (inkl. MwSt.) pro Partei
- Ggf. Kosten für Grundschuldca. 0,2 % - 0,3 %
- **Gesamtsumme****ca. 6 % - 12 %**
Orientierungswerte – regionale Abweichungen möglich.
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Was sind Kaufnebenkosten?
Kaufnebenkosten sind die zusätzlichen Aufwendungen, die über den reinen Kaufpreis einer Immobilie hinausgehen.
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Überblick der Kaufnebenkosten in Prozent des Kaufpreises
Die Kaufnebenkosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen, deren Anteile am Kaufpreis variieren können.
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Grunderwerbsteuer: Der größte Posten
Die Grunderwerbsteuer ist der größte Einzelposten der Kaufnebenkosten und wird einmalig beim Erwerb einer Immobilie fällig.
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Notar- und Gerichtskosten: Für Rechtssicherheit
Notar- und Gerichtskosten sichern den Immobilienkauf rechtlich ab und sind gesetzlich vorgeschrieben.
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Maklerprovision: Wer zahlt wann wie viel?
Die Maklerprovision ist die Vergütung für die Vermittlungsleistung des Immobilienmaklers.
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Weitere mögliche Kaufnebenkosten
Neben den Hauptposten können weitere Kosten anfallen: * **Wertermittlung/Gutachten:** Ca.
- Budgetplanung: Gesamtes Budget inklusive Kaufpreis und Nebenkosten ermitteln.
- Eigenkapital: Ausreichendes Eigenkapital für alle Nebenkosten bereithalten (mind. 6-12 % des Kaufpreises).
- Grunderwerbsteuer: Steuersatz des Bundeslandes prüfen und Betrag kalkulieren.
- Notar- und Gerichtskosten: Ca. 1,5 % des Kaufpreises einplanen, zusätzlich 0,2-0,3 % für Grundschuldeintragung.
- Maklerprovision: Prüfen, ob ein Makler beteiligt ist und welcher Anteil (max. 3,57 %) anfällt.
- Inventar: Separaten Ausweis von Inventar im Kaufvertrag prüfen, um Grunderwerbsteuer zu sparen.
- Kaufvertragsentwurf: Entwurf vorab sorgfältig prüfen und Fragen mit dem Notar klären.
- Fälligkeiten: Zahlungsfristen für Grunderwerbsteuer, Notar und Makler im Blick behalten.
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Passenden Festpreis anfragenHäufige Fragen
Was sind Kaufnebenkosten?
Kaufnebenkosten sind die zusätzlichen Ausgaben beim Immobilienkauf, die über den reinen Kaufpreis hinausgehen. Sie umfassen hauptsächlich die Grunderwerbsteuer (3,5-6,5%), Notar- und Gerichtskosten (ca. 1,5-2,0%) sowie gegebenenfalls die Maklerprovision (bis zu 3,57% pro Partei).
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten durchschnittlich?
Im Durchschnitt liegen die Kaufnebenkosten in Deutschland zwischen 6 % und 12 % des Kaufpreises. Ohne Maklerprovision sind es etwa 5 % bis 8,5 %, mit Makler bis zu 12 % des Kaufpreises.
Muss ich die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital zahlen?
Ja, in der Regel müssen die Kaufnebenkosten vollständig aus Eigenkapital finanziert werden. Die meisten Banken finanzieren diese Posten nicht mit, da sie keinen direkten Wert im Beleihungsobjekt darstellen.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in meinem Bundesland?
Die Grunderwerbsteuer variiert je nach Bundesland zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (z.B. Brandenburg, NRW, Schleswig-Holstein). Eine genaue Tabelle finden Sie im Abschnitt "Grunderwerbsteuer: Der größte Posten".
Wer zahlt die Notar- und Gerichtskosten?
Der Käufer trägt üblicherweise die Notar- und Gerichtskosten. Diese belaufen sich zusammen auf etwa 1,5 % bis 2,0 % des Kaufpreises und sind gesetzlich festgelegt.
Wie hoch ist die Maklerprovision und wer zahlt sie?
Seit dem 23.12.2020 wird die Maklerprovision für Wohnimmobilien in der Regel hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. Der Anteil pro Partei beträgt typischerweise 3,57 % inklusive Mehrwertsteuer.
Kann ich die Kaufnebenkosten von der Steuer absetzen?
Wenn Sie die Immobilie selbst nutzen, können Sie die Kaufnebenkosten in der Regel nicht von der Steuer absetzen. Bei einer Vermietung oder gewerblichen Nutzung sind sie als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzbar.
Was ist die Auflassungsvormerkung und was kostet sie?
Die Auflassungsvormerkung sichert den Käufer im Grundbuch ab, dass die Immobilie bis zur vollständigen Eigentumsumschreibung nicht an Dritte verkauft oder belastet werden kann. Die Kosten sind Teil der Gerichtskosten und liegen bei etwa 0,5 % des Kaufpreises.
Fallen beim Neubau vom Bauträger auch Kaufnebenkosten an?
Ja, aber oft in geringerer Höhe für die Grunderwerbsteuer. Diese fällt nur für den Grundstücksanteil an, nicht für das Gebäude selbst, wenn der Bauvertrag separat abgeschlossen wird. Notar- und Gerichtskosten fallen regulär an.
Wie kann ich die Kaufnebenkosten reduzieren?
Sie können die Kosten reduzieren, indem Sie bewegliches Inventar (z.B. Einbauküche) separat im Kaufvertrag ausweisen oder die Maklerprovision verhandeln bzw. einen Privatkauf tätigen. Eine direkte Reduzierung der Steuer ist nicht möglich.
Wann sind die Kaufnebenkosten fällig?
Die Grunderwerbsteuer ist ca. 1 Monat nach Zustellung des Steuerbescheids fällig. Notar- und Gerichtskosten sowie die Maklerprovision sind meist 2-4 Wochen nach Beurkundung des Kaufvertrags zu zahlen.
Gibt es Förderungen für Kaufnebenkosten?
Direkte Förderungen für Kaufnebenkosten sind selten. Förderprogramme wie die der KfW konzentrieren sich meist auf den Kauf oder Bau energieeffizienter Immobilien oder auf Familien, nicht explizit auf die Nebenkosten.
Was passiert, wenn ich die Kaufnebenkosten nicht zahlen kann?
Wenn die Kaufnebenkosten nicht fristgerecht gezahlt werden, kann der Kaufvertrag rückabgewickelt werden. Dies kann zu zusätzlichen Kosten und Schadensersatzforderungen führen.
Sind die Kosten für die Grundschuldeintragung Teil der Notar- und Gerichtskosten?
Ja, die Kosten für die Eintragung einer Grundschuld zur Finanzierungssicherung sind zusätzliche Notar- und Gerichtskosten. Sie betragen etwa 0,2 % bis 0,3 % der Darlehenssumme.
Was sollte ich vor der Unterschrift des Kaufvertrags beachten?
Prüfen Sie den Kaufvertragsentwurf sorgfältig, klären Sie alle Fragen mit dem Notar und stellen Sie sicher, dass Sie die Finanzierung inklusive aller Nebenkosten gesichert haben. Holen Sie eine verbindliche Finanzierungszusage ein.
Gibt es Unterschiede bei den Kaufnebenkosten zwischen Haus und Wohnung?
Die Art der Immobilie (Haus oder Wohnung) hat keinen direkten Einfluss auf die Prozentsätze der Kaufnebenkosten. Entscheidend sind der Kaufpreis, das Bundesland und die Beteiligung eines Maklers.
Wer erstellt den Kaufvertrag und was kostet das?
Der Notar erstellt den Kaufvertrag. Die Kosten hierfür sind in den Notarkosten enthalten, die etwa 1,0 % bis 1,2 % des Kaufpreises betragen. Der Notar ist zur neutralen Beratung beider Parteien verpflichtet.
Muss ich auch Kosten für eine Wertermittlung einplanen?
Eine Wertermittlung durch einen Sachverständigen ist nicht zwingend, kann aber sinnvoll sein, um den Wert der Immobilie zu überprüfen. Die Kosten liegen bei etwa 0,5 % des Verkehrswertes oder als Festpreis (z.B. 1.500 - 3.000 €).
Sind Umschreibungskosten für Versorgungsverträge Kaufnebenkosten?
Nein, Kosten für die Umschreibung von Strom-, Gas- oder Wasserverträgen sind keine direkten Kaufnebenkosten. Sie sind laufende Kosten oder Anmeldegebühren, die nach dem Kauf entstehen.
Wie lange dauert es, bis ich den Grundbucheintrag erhalte?
Die vollständige Eigentumsumschreibung im Grundbuch kann nach Kaufpreiszahlung und Erfüllung aller Auflagen mehrere Wochen bis Monate dauern (oft 3-6 Monate). Die Auflassungsvormerkung erfolgt jedoch schneller.
Downloads
Qualität & Transparenz
- Erstellt am
- 25. Juli 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
Normen & Förderprogramme
- Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG)
- Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG)
- Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 656c, § 656d
Quellen
Regionale Unterschiede möglich: Preise, Fristen und Förderungen können je nach Bundesland, Kommune und Anbieter abweichen. Die genannten Werte sind Orientierungswerte.
Transparenzhinweis: Dieser Ratgeber wurde redaktionell nach bestem Wissen erstellt und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Fachberatung. ImmoFix vermittelt geprüfte Dienstleister und transparente Festpreise.
